

Hornhauttransplantationen sind die am häufigsten durchgeführten Gewebetransplantationen. Die Transplantationstechniken haben sich stetig weiterentwickelt, mit der Tendenz weg von perforierenden, immer mehr hin zu lamellären Keratoplastik-Techniken. Dabei machen endotheliale Hornhauterkrankungen etwa die Hälfte aller Keratoplastik-Indikationen aus. Da die alleinige Transplantation von vitalen Endothelzellen meist ausreichend wäre, erscheint die klassische perforierende Keratoplastik bei diesem Krankheitsbild eher als Übertherapie. Deshalb haben sich posteriore lamelläre Techniken, insbesondere die DMEK, als weitgehend atraumatische Alternative gut etabliert. So beschränkt sich die DMEK auf die Transplantation der isolierten Descemet-Membran mit den darauf lokalisierten Endothelzellen. Das Transplantat enthält keinerlei stromalen Anteile mehr und zeichnet sich durch eine Dicke von nur noch etwa 15 μm aus.
Peter Szurman

Herausforderung
Eine zentrale Herausforderung bei der DMEK-Operation mit Injektionskartuschen ist die sichere Einbringung des äußerst empfindlichen Transplantates in die Vorderkammer. Die korrekte Orientierung muss gewährleistet sein, während mechanischer Stress auf die fragile Descemet-Membran und die Endothelzellschicht minimiert wird.

Lösung
Das Transplantat wird schonend in die Kartusche aspiriert, was eine sanfte und kontrollierte Handhabung des empfindlichen Endothels ermöglicht. Die Implantation in die Vorderkammer kann ohne direkte Manipulation des Endothels oder der Descemet-Membran erfolgen. Dies reduziert den
Endothelzellverlust und trägt zum zuverlässigen Erhalt der Endothelfunktion bei.
Schritt für Schritt
Den Ladeschlauch direkt mit der Kartusche verbinden, indem der Schlauch über die Verjüngungsspitze gestülpt wird.

Der Luer-Lock-Anschluss des Ladeschlauches kann direkt mit einer Einmalspritze verbunden werden.

Das breite Ende der Kartusche ermöglicht eine berührungsfreie Beladung des Transplantates ohne Gewebeschädigung.

Das Transplantat wird durch Zurückziehen der Spritze in die Kartusche gezogen.

Die Spritze direkt an die große runde Öffnung der Kartusche anschließen. Das Transplantat ist nun bereit zur Injektion.


Vorteile der DMEK Kartusche
Vereinfachung und Standardisierung der DMEK mit berührungsfreier und schonendem Handling der Descemet-Membran
- 1. Sichere und einfache Aufnahme des Transplantates durch die große, abgerundete Öffnung der Kartusche
- 2. Ausgezeichnete Visualisierung und Überprüfung der Transplantatausrichtung
- 3. Sanfte und schonende Injektion der Lamelle in die Vorderkammer
- 4. Erhältlich in zwei Inzisionsgrößen von 2,4 bis 2,75 mm oder 2,8 bis 3,0 mm

DMEK Rapid Implantation von Prof. Peter Szurman (Sulzbach, Deutschland)

Was Ophthalmologen sagen

Die einfache Drehung des DMEK-Transplantats im Injektor erleichtert das Einbringen in die Vorderkammer in der richtigen Ausrichtung. Ich drehe den Injektor gerne so lange, bis das Transplantat richtig ausgerichtet ist, und injiziere es erst danach.

Die Geuder-DMEK-Glaskartusche ermöglicht ein perfektes Beladen und Einführen sowie eine einfache Ausrichtung und Injektion durch einen kleinen, selbstverschließenden Schnitt. Da Endothelzellen nicht am Glas haften bleiben, wird bei dieser hervorragenden berührungslosen Einführtechnik nur eine minimale Schädigung der Endothelzellen verursacht.

Ich verwende das Geuder-Kartuschensystem für DMEK schon seit Beginn an. Es ist einfach in der Anwendung und effektiv. Einige Tipps zur Technik finden Sie auf meinem YouTube-Kanal.
Weitere Details
Laden Sie unsere Broschüre herunter und erfahren Sie mehr über unser DMEK Portfolio.
Weitere Co-Creations
Unsere Signature Line-Produkte entstehen in enger Zusammenarbeit mit renommierten Ophthalmologen. Sie verbinden die Erfahrung führender Chirurgen mit der Präzision unserer Instrumente – für chirurgische Spitzenleistung, die neue Maßstäbe setzt.

Hattenbach – Irisnaht-Hybrid-Set
Wenn Erfahrung und Innovation Hand in Hand gehen, entstehen Lösungen, die Chirurgen im OP wirklich unterstützen.

Yamane – Doppelnadel-Stabilisator
Entwickelt für mehr Sicherheit und Reproduzierbarkeit bei der geflanschten intraskleralen IOL-Fixierung – vom ersten Schritt bis zur stabilen Linsenposition.

Amon – Einmal-Mikro-Pinzettennadel
Präzision neu definiert – dafür steht die Amon Signature Line, entwickelt gemeinsam mit Geuder.

